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Interview mit der Performerin Lilly Tiger über Burlesque und die Welt
by pinup-fashion on Jan.03, 2011, under All, Artists
Es gibt einen neuen Stern am Berliner Burlesque Himmel. Lilly Tiger lautet der Name des energiegeladenen Rotschopfs, der mit geballter Burlesque Power und unzähligen Requisiten und Accessoires die Berliner Bühnen entert!
Pinup-Fashion: Dein erster Auftritt als Burlesque Tänzerin fand im Rahmen eines Graduation Events im Bassy Club in Berlin statt. Veranstaltet wurde das Ganze von der Partyreihe Pinky’s Peepshow und dem Schönheitstanz Studio. Was genau darf man sich unter diesem Gradation Event vorstellen und wie lief das ab?
Lilly Tiger: Das Graduation Event bezog sich auf die erfolgreiche Absolvierung der Anfänger-, Mittelstufen- und Fortgeschrittenenkurse bei Lady Lou im Schönheitstanz Studio. Alle von uns, die gemeinsam diese drei Kurse durchlaufen hatten, traten mit unserer ersten, eigenen, selbst erdachten Show in der Bassy Bar auf – sozusagen gleichermaßen als Abschluss des Kurses und Eintritt in eine mögliche zukünftige Bühnenlaufbahn.
Und seither sind wir alle „zertifizierte Burlesque-Tänzerinnen“!! Das Zertifikat (mit Schleifchen und Strasssteinchen besetzt!) hängt bei mir im Schlafzimmer an der Wand!
Pinup-Fashion: Du hast im Schönheitstanz Studio an Burlesque Tanzkursen bei der Burlesque Tänzerin und Lehrerin Lady Lou teilgenommen. Wie kamst Du auf die Idee dorthin zu gehen? Was passiert genau während dieser Kurse?
Lilly Tiger: Auf die Idee kam ich ehrlich gesagt ganz spontan über ein Werbeposting bei Facebook, das ich zwei Tage vor Kursbeginn las und auf das ich mich direkt anmeldete. In der Zeit kam das Thema Burlesque seltsamerweise von allen Seiten auf mich zu – in Form von Shows, die ich besuchte, Personen, die ich kennen lernte – und meiner Bereitschaft, mal wieder etwas Neues zu machen. Manchmal glaube ich, bestimmte Dinge möchten einfach von mir erkundet und in Angriff genommen werden und das Schicksal stupst mich immer wieder mit der Nase darauf. So war es auch mit Burlesque.
Während der Kurse lernt man von Lady Lou zunächst ein paar grundlegende Bewegungsabläufe, das Verwenden verschiedener Burlesque-typischer Requisiten wie Fächer, Federboa oder Handschuhe, das Verkörpern gewisser ebenso typischer Charaktere wie die Diva oder den Vamp und natürlich das gekonnte Ablegen von Kleidungsstücken. Danach geht es darum, mit den anderen Schülerinnen eine gemeinsame Choreographie zu erarbeiten, und dann, im Fortgeschrittenen Level, um die Ausarbeitung eines eigenen Acts samt Musikauswahl, Kostüm, Choreographie etc.
Pinup-Fashion: Wann und warum hast Du Dich dazu entschieden vor Publikum aufzutreten, um zu zeigen, was Du gelernt hattest?
Lilly Tiger: Die Absicht, auch tatsächlich aufzutreten hatte ich bereits vor Beginn des Kurses. Ich brauchte nur noch eine Tür, durch die ich dorthin gelangen konnte. Das war dann eben dieser Kurs. Schließlich habe ich in dessen Verlauf immer mehr Leute kennen gelernt, die ebenfalls mit Burlesque zu tun haben, und Lady Lou hat uns auch immer viele Tipps gegeben.
Auf der Bühne zu stehen hat mich seit jeher begeistert. Ich habe viele Jahre lang klassisches Ballett getanzt und auch hier die Auftritte sehr geliebt. In den letzten Jahren habe ich als Autorin von Kurzgeschichten auf der Bühne – gesessen! und diese im Rahmen von Lesungen vorgetragen… Wahrscheinlich muss ich das einfach machen. Auf der Bühne stehen. Nennt mich Diva oder Rampensau – ich fühle mich da einfach wohl und kriege dort oben jedes Mal verdammt gute Laune!
Pinup-Fashion: Wie ging es nach Deinem ersten Auftritt weiter mit Deiner Karriere als Burlesque Performerin?
Lilly Tiger: Nach meinem ersten Auftritt habe ich mich sofort in die Arbeit an einer neuen Show gestürzt. Nach der manischen Hausfrau, die nicht mehr aufhören kann zu bügeln, wurde ich zum Peitsche schwingenden Cowgirl.
Und es kamen Anfragen für neue Auftritte. Junggesellenabschied, Girl in a Hot Rod, das Graduation Event der nächsten Schönheitstanz-Absolventinnen, der Rock’n’Roll Freak Circus der Teaserettes, neulich wieder ein Auftritt bei Pinky’s Peepshow, zusammen mit Bettie Redcherry.
Für das kommende Jahr ist auch schon wieder etwas in Aussicht: Salon Kokett, am 8. Januar.
Ich bin im Flow, es geht weiter und weiter, schneller und ungebremster, als ich es anfangs für möglich gehalten habe. Es ist fantastisch!
Pinup-Fashion: Was fasziniert Dich am Thema Burlesque so sehr, dass Du nicht umhin kamst, selbst eine Burlesque Performerin zu werden?”
Lilly Tiger: Burlesque ist für mich das perfekte Medium, um Tanz, Storytelling, Comedy, Theater, Tease – ach, alle nur möglichen Showelemente zu verbinden und etwas Tolles daraus zu zaubern. Nicht zu vergessen eine gute Portion Glamour!
Es ist diese Mischung, die es für mich ausmacht, und die mich begeistert. Die verschiedenen Ansätze – sei es der klassische, im 20er Jahre Stil, sei es der komödiantische – immer ist es möglich, mit unterschiedlichsten Elementen zu spielen und entweder darin komplett zu schwelgen oder auch Stilbrüche zu wagen.
Und es ist der Spaß auf der Bühne, das Sich-nicht-zu-ernst-Nehmen, das mich fesselt.
Abgesehen davon finde ich es großartig, dass diese Kunstform trotz des „Strip“ hauptsächlich vom „Tease“ lebt. Die nackte Haut am Ende ist nicht der Hauptaspekt, sondern das Wie. Und dadurch geht es auch nicht darum, ein männliches Publikum aufzureizen, wie das beim klassischen Striptease der Fall ist.
Burlesque ist eine unglaublich offene, tolerante, emanzipierte Angelegenheit und macht sich unabhängig von gängigen Schönheitsidealen, gesellschaftlichen Konventionen und überkommener sexueller Orientierung. Es ist eigentlich alles möglich und erwünscht. Frauen, Männer, Freaks – und jegliche Zwischenformen werden dadurch angesprochen und zelebriert. Ich finde das einfach großartig!
Auch eine Kommerzialisierung findet hier viel weniger statt als in anderen
Bereichen, genauso wie die Organisation der Shows von (den auftretenden) Frauen selbst anstatt von einem männlichen Management geleitet wird.
Burlesque ist sinnlich, wild, verrückt, – und einfach hinreißend schön!
Pinup-Fashion: Was bedeutet Dein Stagename Lilly Tiger und wie würdest Du Deine Bühnenpersönlichkeit charakterisieren?
Lilly Tiger: Die Lilie und der Tiger – ist das keine schöne Kombination?
Im Grunde ist der Name so entstanden, dass ich zu der Zeit bezüglich meines Kleidungsstils sehr stark in den 50er Jahren unterwegs war, und da läuft einem die Tigerlilie automatisch immer wieder über den Weg.
Abgesehen davon ist die Lilie meine Lieblingsblume und der Tiger „mein“ Tier.
Das chinesische Horoskop sagt: „Die Tiger-Frau ist eine feurige und impulsive Persönlichkeit mit einem außergewöhnlichen, unabhängigen Charakter. Sie ist sehr emanzipiert und in der Lage, sich ihr Leben selbst aufzubauen. Sie hat eine starke Ausstrahlung und ein ausgesprochenes Talent, die Massen mitzureißen.“
Meine Bühnenpersönlichkeit ist lebenslustig, frech und augenzwinkernd. Sie hat Spaß und will spielen.
Wer Lilly Tiger nun unbedingt live sehen möchte, sollte sich am 8. Januar 2011 zum Salon Kokett im CCCP Club in Berlin einfinden.
www.salon-kokett.com
Weitere Infos zu Lilly Tiger findet Ihr hier:
http://www.facebook.com/lilly.tigerr
Gesucht wird das Pin up 2011 !!!
by pinup-fashion on Dez.14, 2010, under All, Artists
Alle Rockabella`s und Pin up – Girls aufgepasst!
Das DYNAMITE! Magazin und der Rockabilly – Shop Lucky Lola suchen gemeinsam das Pin-up 2011!!!

Noch bis zum 24.Dezember dieses Jahres könnt Ihr Euch bewerben, um mit dabei zu sein.
Dazu wird von Euch gebraucht:
Ein Portraitfoto, ein Ganzkörperfoto sowie Kontaktdaten, Künstlername, Alter und Maße.
Außerdem solltet Ihr in ein paar Sätzen erklären, warum gerade Ihr perfekt geeignet seid, um das Pin-up 2011 zu werden.
Das Ganze schickt Ihr an:

DYNAMITE! Magazine,
Markircherstr. 9a, 68229 Mannheim
oder per Mail an t.ziegenhain@huber-verlag.de
Es winken tolle Preise und natürlich Ruhm und Ehre!
http://www.luckylola.de
www.dynamite-magazine.de
Die Pinup-Fashion.de-Magazin-Redaktion wünscht Euch allen viel Glück!
Interview mit Retro Model Sari – The German Pin up Girl
by pinup-fashion on Okt.31, 2010, under All, Artists
Model Sari von Bolanden kam zwar eher zufällig mit dem Thema Pin up in Berührung, war davon aber sofort so fasziniert, dass sie begann sich näher mit diesem Thema zu beschäftigen und dabei feststellte, dass dies das Richtige für sie ist. Somit wurde sie offenbar zum ersten Vintage Pin up Model in Deutschland und erlangte so viel Bekanntheit, dass dieses Jahr sogar eine mehrseitige Fotostrecke in der Modezeitschrift Jolie mit ihr erschien. Im Interview erzählt sie, wie es so ist ein Pin up Model zu sein.
Pinup-Fashion: Was bedeutet es für dich ein Pin up zu sein?
Sari: Ein Pin up zu sein bedeutet für mich, dass ich mich selbst gefunden habe. Mein ganzes Leben lang fühlte ich mich keiner Gruppierung oder Clique zugehörig. Irgendwie schien ich anders zu sein, ohne genau sagen zu können warum. Nach meinem ersten Pin up Shooting wusste ich: DAS ist es; das bin ich. Es war so, als hätte es in meinem Kopf klick gemacht. Natürlich bringt das Pin up Dasein auch so einige Arbeit mit sich. Kontakte wollen gepflegt und Kostüme gebastelt werden. Außerdem müssen ständig Ideen für neue Projekte her, aber das macht mir Spaß
Pinup-Fashion: Wie darf man sich das Leben eines Pin up – Models in heutigen Zeiten vorstellen?
Sari: Es ist nicht sooo viel anders, als das Leben eines jeden anderen Menschen in unserer heutigen Zeit. Ich gehe unter der Woche dem Job nach, mit dem ich meine Brötchen verdiene. Dabei bleibe ich allerdings meinem persönlichen Stil treu. Man würde mich niemals in Hippie-Kleidern oder Leggins herumlaufen sehen. (Nichts gegen die Leute denen das gefällt, aber mich spricht das nicht an.) Nach der Arbeit komme ich nach Hause in meine kleine Wohnung, die eine Mischung aus Moderne und Retro ist. Komplett retro wäre mein Traum, dafür fehlt mir momentan leider der Platz, weil beispielsweise die damaligen Schränke sehr wuchtig waren. Ich checke erstmal meine Mails und meine Social-Network-Profile und schaue öfter bei ebay vorbei auf der Suche nach schönen Vintage-Schnäppchen. Am Wochenende shoote ich sehr gern oder arbeite an neuen Outfits.
Pinup-Fashion: Wie kam es dazu, dass du zu einem Pin up wurdest?
Sari: Ich mochte schon immer alte Filme, hatte mich aber nie wirklich mit dem Thema Pin up beschäftigt. Vor etwa sieben Jahren stolperte ich über mein erstes Pin up Buch und war davon so begeistert, dass ich googelte und herausfand, dass es in vielen Ländern Mädels gibt, die heute noch Pin up Bilder machen. In Deutschland gab es allerdings niemanden. Sweetness machte Fotos, die eher in die Rockabilly Richtung gingen und Velma Kelly Portraits im Stil der 30er/40er Jahre. Aber klassisches Pin up? Fehlanzeige! Ein Jahr später hatte ich genug Kleidung zusammen getragen und einen Fotografen gefunden, der Modelle mit ungewöhnlichen Shooting-Ideen suchte. Also fuhr ich nach Berlin zu meinem ersten Shooting. Nach und nach lernte ich, mich selbst zu stylen und hatte immer mehr Pin up Shootings, obwohl viele mit dem Thema nichts anfangen konnten. Kurz vor meinem ersten Shooting stand ich für ein Pin up Gemälde Portrait. Das war damals übrigens die Idee des Malers – er wusste nicht, dass mir diese Idee ohnehin im Kopf herumspukte. Das ermutigte mich, diese Idee wirklich umzusetzen. Wenn andere mich schon als Pin up sahen, ohne dass ich mich dementsprechend gestylt hatte, konnte nichts mehr schief gehen. Mittlerweile gibt es wesentlich mehr Verständnis für den Pin up Stil sowie Modelle und Fotografen, die daran Interesse haben.
Pinup-Fashion: Was sagt dein Umfeld dazu, dass Du Dich in ein Pin up verwandelt hast?
Sari: Überraschenderweise war niemand verwundert. Meine Mutter sammelt meine Fotos und Berichte in einem Sari-Ordner und meine 99-jährige Uroma war mein größter Fan. Mein Freund hat mich deswegen gefunden, weil er mich von meinen Fotos wiedererkannt hat. Ein Teil meiner Freunde hat sich schon gedacht, dass ich mal etwas Außergewöhnliches machen würde. Deshalb ist im Großen und Ganzen alles ganz easy.
Pinup-Fashion: Würdest du sagen, dass der Begriff Pin up heutzutage eine andere Bedeutung hat als zu früheren Zeiten?
Sari: Ja und nein. Pin up ist und bleibt ein Begriff für ein Bild, das man sich in seinen Spind oder an die Wand hängt. Die Motive haben sich aber verändert. Heutzutage wird vieles als Pin up bezeichnet, was mit dem ursprünglichen Pin up nicht viel gemein hat. Das heißt, ein Foto mit irgendeiner nackten Frau darauf wird oft von der Allgemeinheit als Pin up angesehen. Über die Ansicht kann man sich streiten. Von daher erwähne ich immer, dass ich Pin ups im Stil der 40er, 50er und frühen 60er mache, damit es da keine Missverständnisse gibt, und ich nicht mit Seite eins Mädchen aus der Bildzeitung in einen Topf geworfen werde.
Pinup-Fashion: Du arbeitest als Pin up Model. Würdest du auch Jobs annehmen, die nichts mit diesem Thema zu tun haben?
Sari: Generell gilt: Wenn etwas so klingt ,als würde es Spaß machen, bin ich an Bord. Ich mache sehr gern Beauty Fotos oder teste mal ein anderes Genre, um ein wenig Abwechslung zu haben. Trotzdem bleibt Pin up mein Steckenpferd. Bevor ich Pin up war, habe ich ein paar Monate lang hobbymäßig mainstream Fashion Fotos gemacht. Das war zwar nicht so ganz mein Ding, aber auch interessant. Wenn ich Pin up Fotos mache, bin ich ganz ich selbst. Aber hin und wieder ist es unterhaltsam, etwas zu schauspielern und sich in andere Rollen hineinzuversetzen.
Pinup-Fashion: Was war der tollste Moment während deiner Pin up Karriere?
Sari: Mein persönliches Highlight dieses Jahr war meine Fashion Strecke in der Jolie. Eines schönen Morgens hatte ich eine Email von der Jolie Redaktion in meinem Postfach,weil sie eine Pin up mäßige Modestrecke zum Thema Kurven machen wollten und mich fragten, ob ich “auch sowas” machen würde. Ich dachte erst, das wäre ein Scherz. Doch drei Tage später saß ich im Flugzeug nach München, um dort einen Tag lang zu shooten.
Es folgten zwei Monate voller Bangen und Hoffen. Vor lauter Nervosität bekam ich Alpträume, in denen die Fotos schrecklich waren und meine Homepage Adresse in der Zeitschrift falsch geschrieben. Als Sahnehäubchen verzögerte sich die Veröffentlichung wegen Ostern noch um eine Woche, was mir aber niemand verraten hatte. Ich stand Höllenqualen aus, bis ich eine Woche darauf endlich diese Ausgabe in den Händen hielt. Schließlich waren es statt der geplanten sechs Seiten sogar neun geworden. Das war einer meiner tollsten und stolzesten Momente.
Pinup-Fashion: Was sind Deine persönlichen Lieblingsmodelabels?
Sari: Es gibt sehr viele nationale und internationale Label, die mir gefallen. Lucky Diva war z.B. das erste Label, das mich für Fotos engagiert hatte und ich liebe die Klamotten und die Fotos damals wie heute. Auch Ars-Vivendi und Able Grable haben mich sehr unterstützt. In den letzten Jahren sind in Deutschland viele neue, schöne Labels, Shops und Marken entstanden. Am liebsten würde ich im Lotto gewinnen, um mal so richtig querbeet einkaufen zu können.:-)
Pinup-Fashion: Was ist deiner Meinung nach ein absolutes Musthave-Acessoire für alle Pin ups?
Sari: Ich weiß, das alle erwarten, dass ich Nylons sage, aber ich mache was völlig Unerwartetes und sage: HAAR-PINS(Haarnadeln). Ohne die ist man oft echt aufgeschmissen.
Mehr Infos über Sari findet Ihr hier:
http://www.retro-model.de/
Interview mit der Fire & Burlesque-Performerin Xarah von den Vielenregen
by pinup-fashion on Okt.02, 2010, under All, Artists
Xarah von den Vielenregen ist bereits seit einigen Jahren als Catwalk+Shooting-Model bekannt. Man traf sie auf zahlreichen Events im Gothic+Fetisch-Bereich wie dem German Fetisch Ball und dem Wave-Gotik-Treffen. Außerdem konnten ihre Fans sich an einer schier nicht enden wollenden Flut von außergewöhnlichen Shootingfotos beispielsweise für Magazine und Fashionlabels erfreuen. Inzwischen ist sie allerdings viel als Feuer- und Burlesque-Performerin unterwegs; als Soloact und oder in Begleitung des Herrn Doktor als Die Donnerwetters. Wie es dazu kam, berichtete sie uns im folgenden Interview!

Pinup-Fashion: In der Gothic- und Fetisch-Szene kennt man Dich schon sehr lang als Shooting+Catwalk-Model. Inzwischen bist Du auch als Feuerkünstlerin und Burlesque-Perfomerin auf den verschiedensten Bühnen zu bewundern. Wie kam es zu Deiner Karriere als Performerin?
Xarah: Ebenso zufällig wie ich zum Modeln gekommen bin, kam ich auch zum Performen. Ich wurde gefragt in einem Showprojekt mit anderen Mädels mitzumachen, das waren damals, neben Modenschauen, meine ersten Showerfahrungen.
Pinup-Fashion: Alle, die sich etwas genauer mit dem Thema Burlesque befassen, wissen natürlich, dass Dita von Teese diese Tanz- und Unterhaltungsform nicht erfunden aber glücklicherweise wieder gesellschaftsfähig gemacht hat. Wie bist Du selbst mit dem Thema Burlesque in Berührung gekommen?
Xarah: Durch meine Tätigkeit als Fotomodell habe ich schon immer gern verschiedene Bereiche ausprobiert. Anfangs war ich überwiegend in der Gothic- und Fetischszene tätig, hatte aber immer Interesse, Neues auszuprobieren. Das Thema Pin up und damit Burlesque war für mich schon immer etwas Spannendes, das ich gern machen wollte.
Pinup-Fashion: Eine gute Burlesque-Show handelt von einer Geschichte und nicht ausschließlich davon, dass sich eine Frau auf einer Bühne auszieht. Was sind Themen Deiner Performances?
Xarah: Das ist sehr unterschiedlich. Meine Show Mondprinzessin zum Beispiel erzählt die Geschichte von einem Mädchen, das Angst hat, nachts schlafen zu gehen und von ihren Ängsten und zeigt auch gleichzeitig die Geschichte von einem Mädchen, das erwachsen wird. Die Show ist sehr tänzerisch und poetisch, keine klassische Burlesquestory, die sofort sichtbar ist. Auf jeden Fall stellt jede meiner Shows eine andere Frauenfigur dar. Optisch verschieden und auch vom Typ. Meine Shows gehen nicht in die Comedy Richtung, sondern mehr in die Richtung traditioneller Showgirl-Nummern.

Pinup-Fashion: Wie entstehen Deine Burlesque Shows? Nähst Du Deine Kostüme selbst? Wer oder was inspiriert Dich dafür?
Xarah: Das ist unterschiedlich. Jede Show ist ein Puzzle aus Musik, Outfit und Idee, das sich nach und nach zusammensetzt. Zum Teil nähe ich die Kostüme selbst oder arbeite sie nach meinen Ideen um.
Pinup-Fashion: Du bist außerdem eine Feuerkünstlerin. Wie kamst Du auf die Idee mit Feuer arbeiten zu wollen? Hattest Du nie Angst, dass Dir dabei etwas passieren könnte?
Xarah: ☺ auch das kam rein zufällig. Durch die Zusammenarbeit mit einer Freundin, die bereits mit Feuer arbeitete, lernte ich den Umgang mit Pois und Staff. Als ich später in LA war und mit einem großartigen Feuerperformer eine Show vorbereitete, unterrichtete er mich im Feuerschlucken. Wenn man mit Feuer arbeitet, muss man sich bewusst sein, dass man sich verletzen kann, dass es gefährlich ist. Ich habe mich zwar nie ernsthaft verletzt, aber natürlich auch schon öfter verbrannt. Das gehört dazu!

Pinup-Fashion: Du bist sehr vielseitig und stellst in Shows und bei Shootings unterschiedliche Rollen und Charaktere dar. Hast Du eine Lieblingsrolle oder einen Charakter, in den Du Dich besonders gern verwandelst?
Xarah: Ich mag alle Rollen, aber generell ist die Diva, in all ihren Facetten, mein Favorit.
Pinup-Fashion: Eines Deiner neusten Projekte heißt die „Die Donnerwetters“. Was darf man sich darunter vorstellen?
Xarah: Die Donnerwetters, ja, das ist etwas ganz Großartiges. Als Frau Donnerwetter haben sich für mich ganz neue Türen geöffnet. Zusammen mit meinem „partner in crime“, Herr Dokter, sind wir als Die Donnerwetters eine oldschool Carnival Fakir Sideshow; mit Glas, Bed of Nails, Feuer, Nadeln, bis hin zu Suspension. Vom Style sehr unterschiedlich, als lovely freaky clowns, aber auch als Zwanziger Jahre Burlesque Couple. Auf jeden Fall immer stylish und charmant.

Pinup-Fashion: Gibt es Künstler, mit denen Du gern einmal zusammen auf der Bühne stehen würdest? Welche Künstler bewunderst Du selbst?
Xarah: Das werde ich oft gefragt. Sowohl in der Fotografie oder im Showbereich gibt es unheimlich viele Inspirationen für mich, das finde ich wundervoll!! Namen zu nennen wäre hier endlos.
Pinup-Fashion: Worauf dürfen sich Deine Fans freuen? Was für Pläne für die Zukunft hast Du?
Xarah: Ich bereite viele neue Shows vor und habe sehr viele Ideen. Die Shows werden auf jeden Fall sehr glamourös und mit großartigen Kostümen.
Pinup-Fashion: Zum Schluss eine Fashion-Frage. Welche Labels aus den Bereichen Burlesque und beispielsweise Pin up trägst Du selbst gern?
Xarah: Was ich immer sehr gern trage ist Ponymaedchen und Hellmade.
Wer Xarah demnächst gern live on Stage sehen möchte, sollte sich diese Events in den Terminkalender schreiben:
02. Oktober 2010
- Fire Burlesque Show at Gothika Messe & GIP in Essen
08.+09. Oktober 2010
- Fire Burlesque Show at Paris Burlesque Festival at La Belle Villoise in Paris
14. + 15. October 2010
- Burlesque Shows at Queen Calavera in Hamburg
16. October 2010
- Fire Burlesque Show at Extravaganxa at Catonium in Hamburg
30. October 2010
- Fire Burlesque Show and Suspension Vampire show with Die Donnerwetters featuring Ilya Fleshfactory at De Boterwaag in Den Haag









