Lena Hoschek

by on Mrz.04, 2011, under Alle Rubriken, Rockabilly

Lena Hoschek

Wenn ein Designer in seinem Lebenslauf stehen hat, dass er (oder sie) mal für Vivienne Westwood gearbeitet hat, dann sorgt das bei den meisten Modefans schon für ein Aufhorchen.

Auch Lena Hoschek kann eine Assistenz bei der „Queen of Punk“ vorweisen, was aber noch lange nicht heißt, dass die Designerin sich auf punkige Outfits spezialisiert hat. Nein, überraschenderweise gibt es bei der Österreicherin edle, feminine Retro Mode im Stil der 50er Jahre.


Alle Bilder auf dieser Seite von Lupi Spuma
mit freundlichem  Gruß bereitgestellt von Lena Hoschek

Die Grazerin war gerade mal Mitte 20, als sie den Sprung in die Selbständigkeit wagte und ihr Label gründete, der Einfachheit halber mit ihrem eigenen Namen bezeichnet. Neben der Arbeit in London kann sie auch auf ein Modestudium in Wien zurückgreifen und ist daher fachlich bestens gerüstet.

Die Designs von Lena Hoschek sind eine logische Konsequenz ihrer eigenen Vorlieben – schon als junges Mädchen stand sie auf die Filme und den Stil der 40er und 50er Jahre, sie mochte schöne Stoffe und deren kunstvolle Verarbeitung. Der Ausflug ins Studio von Vivienne Westwood zeigt aber auch ihre andere, ihre wilde Seite: Rock ‘n Roll, Punk und Rockabilly ziehen sie ebenso magisch an wie die sexy Looks der Pin up Mode.

Was man bei Lena Hoschek zu sehen bekommt ist zumeist sehr klassisch und elegant, aber immer auch mit einem Hauch von Sexappeal. Da findet man schöne Kleider mit typischer 50er Jahre Taille, Röcke von weit ausgestellt bis zum Pencil Skirt, hübsche Tops oder Bikinis für Pin up Girls. Und dazwischen immer wieder überraschende und unerwartete Details: Da tauchen zum Beispiel neben den Rüschen, Schleifchen und Spitzen plötzlich lange, spitze Nieten auf, eine Hose gewährt einen freizügigen Blick auf den Po, ein schwarzes Etwas von einem Oberteil geht schon fast in Richtung Bondage… Und dann wieder dazu das Kontrastprogramm: süße, ganz traditionelle Dirndls als Hommage an die Heimat der Designerin.

Lena Hoschek scheint also immer für eine Überraschung gut, und das ist wohl ein Grund für ihren Erfolg. Ihre Designs verbinden Traditionelles und Moderne und sind – im Gegensatz zu den Outfits vieler anderer Designer – absolut alltagstauglich und tragbar. Mal ist der Einfluss der 50er Jahre Mode mehr, mal ist er weniger zu sehen, aber da ist er immer.

Wer sich ein Outfit von Lena Hoschek kaufen möchte, muss dazu allerdings ganz althergebracht in ein Ladengeschäft gehen. Auf der Website der Designerin findet man im „Storefinder“ eine Liste aller Läden in Österreich, Deutschland und anderen europäischen Ländern, in denen man ihre Outfits kaufen kann.

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Audrey and Grace

by on Aug.15, 2010, under Alle Rubriken, Rockabilly, Vintage

Audrey and Grace

Im heißen, schwülen Savannah in den amerikanischen Südstaaten ist das Retro-Label Audrey and Grace beheimatet. Bei Savannah denkt man an „Vom Winde verweht“, an Stolz und Traditionen, an schöne Kleider, an selbst gemachten und auf der Veranda servierten Eistee und natürlich an viel Stil. Davon ist der Name des Labels gar nicht so weit entfernt:

Audrey steht nämlich für Audrey Hepburn, und Grace für Grace Kelly. Zwei Stil-Ikonen, deren Ausstrahlung selbst heute noch unschlagbar ist, und deren klassisch-eleganter Kleidungsstil nie an Faszination verloren hat. Audrey und Grace – Inbegriff für Schönheit und Eleganz, für mädchenhaften Charme und kühlen Sex Appeal.

Hinter Audrey and Grace steht Lesha, die Kunst und Architektur studiert hat und eines Tages einfach beschloss, trotz ihrer Ausbildung eher ihr Hobby und ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen: schöne Stoffe und das Nähen. Schon als kleines Mädchen war sie kaum von der Nähmaschine wegzubekommen! Und wen wundert es – Leshas Stil-Ikonen waren von jeher Audrey Hepburn und Grace Kelly… Alte Filme sind ihre Inspirationsquelle, der Glamour der alten Tage, der heute in der Mode viel zu wenig zu finden ist, fasziniert sie.

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Heiko, Daniela & Zoe.

Der Stil der 50er Jahre, insbesondere eine Mischung aus frech und elegant, aus edel und bequem ist die Mode, die Audrey and Grace anbieten will. Und wenn Lesha dann von ihren Kundinnen hört, dass sie sich nicht nur wohl in ihren Kreationen fühlen, sondern noch dazu sexy und begehrenswert, dann ist das das schönste Kompliment für sie.

Die Auswahl des Labels ist (noch nicht) besonders üppig, aber die Kleider sind dafür mit viel Liebe und Können gemacht. Es sind originalgetreue Vintage-Reproduktionen aus bunt bedruckten Baumwollstoffen, mit Punkten, großen Blumen oder einfach nur großflächigen Retro-Mustern, die gleich ins Auge fallen. Ebenso auffällig sind die weit schwingenden Röcke der Kleider, die viel Platz für einen Petticoat lassen.

Ob mit oder ohne Petticoat getragen – jedes Modell ist mit viel Liebe zum Detail gemacht und wunderschön. Tageskleider, Cocktailkleider und Hochzeitskleider sind im Angebot, und alle erinnern nicht nur an die beiden Namensgeberinnen des Labels, sondern irgendwie ein kleines bisschen auch an Vivien Leigh und Scarlett O’Hara…

Preislich liegen die Kleider zwischen 100 und 280 Euro. Keine Schnäppchen also, aber das wäre auch bei diesen Modellen, die immerhin echte Handarbeit sind, zu viel verlangt!

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Zombie Kitten

by on Jul.13, 2010, under Alle Rubriken, Rockabilly

Zombie Kitten

Ein Shop nur für ausgefallene Röcke ist Zombie Kitten Originals. Hier findet man Bleistiftröcke mit den verschiedensten, meist ziemlich schrägen Designs.
Aber es geht auch einfach – wer es eher simpel mag, für den bzw. die ist immerhin ein schlichter schwarzer Rock im Angebot, der dennoch ein ungewöhnliches Detail hat: einen durchgehenden Reißverschluss auf der Rückseite.
Designerin Shelley Smatana mischt bei ihren Modellen ganz frech und ungeniert den klassischen Retro Stil des  mit punkigen Elementen. Ihre große Liebe für schlechte B-Movies der 1950er und 60er Jahre inspiriert sie dabei. Wer kennt sie nicht, diese Filme – bizarre Science Fiction Streifen mit miserablen Tricks á la Ed Wood oder Horrorfilme mit lächerlichen Gruselgestalten und überdimensionalen Monstertieren.

Ergebnisse dieser Liebe findet man in Shelleys Röcken wieder: Da wäre zum Beispiel das „Flying Saucer Skirt“, auf dem zwei kleine, grüne UFOs herumschwirren. Ganz ähnlich ist das „Creepy Eyeball Skirt“. Wie es der Name schon vermuten lässt, ist auf der Vorderseite des Rocks ein nett anzusehender Augapfel aufgestickt. Das „Monster Skirt“ ziert ein Frankenstein-Kopf und das „Retro-TV Skirt“ ein kleiner Fernseher. Last but not least: das „Atom-O-Matic Skirt“ mit einem bunten aufgestickten Sternregen. Eine kleine, aber feine Auswahl!

Alle Röcke von Zombie Kitten sind aus Baumwolle mit einem Anteil Spandex und sitzen dadurch wie eine zweite Haut. Das macht sexy Kurven! Shelley „bastelt“ ihre Modelle mit viel Liebe und einer Leidenschaft für Retro-Fashion mit dem extra Kick. Ihre Röcke bieten wirklich die ganze Palette, sie sind vom Schnitt her klassisch und edel, ein Traum für jedes Pin Up Girl, und das Design gibt ihnen einen Touch von Frechheit und Unangepasstheit.

Die Kalifornierin ist keine gelernte Designerin, sondern hat Kunst und Bildhauerei studiert. Vielleicht ist es ja die Künstlerin in ihr, die ihrer Mode den besonderen Dreh gibt. Irgendwann will sie außer den Röcken auch weitere Modelle präsentieren, und das wird garantiert spannend. Momentan aber ist sie sieben Tage die Woche damit beschäftigt, den Ansturm ihrer Kundinnen zu bewältigen, denn ihre Röcke sind ein echter Renner.

Die Preise liegen bei Zombie Kitten zwischen 55 und 80 Dollar. Dazu kommen noch Versandkosten von reichlich 14 Dollar. Und mit anfallenden Zollkosten muss man in dieser Preislage auch rechnen. Kein ganz so billiges Vergnügen also, aber falls das Geld mal übrig sein sollte – zuschlagen!

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Torture Couture

by on Apr.14, 2010, under Accessoires, Alle Rubriken

Torture Couture

Pin Up Accessoires mit einem Hang zum Morbiden findet man im Online Shop von Torture Couture. Wen wundert es – bei einem solchen Namen…

torture couture

Chefin des amerikanischen Labels ist Graciela Martell, aka Miss Torture, die mit ihrer Schmuck-Linie nicht nur ihre kreative Ader, sondern vor allem ihre Liebe für die dunkle Seite ausleben kann.

Begonnen hat alles als ein Projekt während des Studiums der Designerin am Fashion Institute of Design & Merchandising in Los Angeles. Für eine Seminararbeit lieferte Miss Torture eine Kollektion ab, die von Einflüssen aus der Horror- und Gothic-Szene geprägt war, und schon damals entstand der Name Torture Couture.

Inspirationen holt sich die Designerin aus Filmen und Büchern – ihre Liebe für das Horror-Genre und Skurrilität ist dabei nicht zu übersehen – aber auch von Musik, dem alten Hollywood Glamour, Vintage Fashion und sogar aus ihren Träumen.

Die Schmuckstücke und Accessoires von Torture Couture sind in der Tat außergewöhnlich, schaffen sie es doch, das Thema Horror und Tod mit girly-gerechten Designs und einem Hauch von Glitzer zu verbinden. Da gibt es zum Beispiel eine Perlenkette mit Anhänger, auf dem der in Swarovski-Steinchen gebettete skelletierte Kopf eine Femme Fatale mit noch vorhandener Perücke zu sehen ist. Oder die „Miss Zombie“- Kette mit rosa Schleifchen. Oder den Frankenstein Ring mit dem Abbild des Monsters, das von einem grazilen Silberrahmen und einer Reihe funkelnder blauer Steinchen umschlossen ist.

Und nicht nur der Stil der Ketten, Ringe, Armbänder, Hütchen und des Haarschmucks von Torture Couture ist außergewöhnlich, auch die Namen der Stücke passen perfekt. Da gibt es das Dark Skulls-Rose-Armband, das Deadly Dice-Armband, die Looks That Kill- Halskette oder den Make You Bleed- Ring. Es sind Schmuckstücke, wie man sie als Accessoires in einem der bizarren Filme von Tim Burton finden könnte – morbid, aber auch elegant und glamourös.

Alle Stücke von Torture Couture sind handgemacht und werden erst nach eingegangener Bestellung angefertigt. Je nach Auftragslage kann es daher schon mal etwas länger dauern. Erfreulich: Die Preise erlauben auch der Besitzerin eines schmaleren Geldbeutels einen Einkauf.

In Zukunft will sich Miss Torture nicht mehr nur mit Accessoires zufrieden geben. Sie will auch eine eigene Modekollektion herausbringen. Man kann gespannt sein, welche Kombination von Glamour und Horror sie sich dafür einfallen lässt!

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